Blurred lines in the German province

Mein Beitrag „Blurred lines in the German province“ im Britischen Online-Magazin King’s Review ist ein Essay über die Parallelen und Unterschiede der Lebensumstände, in denen sich Russlanddeutsche vor etwa 25 Jahren wiederfanden und mit denen sich Flüchtlinge heutzutage in Hövelhof auseinandersetzen müssen.

Anfang der 90er Jahre, als die Sowjetunion zusammenbrach, kam eine Großzahl russlanddeutscher Einwanderer nach Deutschland. Sie lebten in provisorischen Einrichtungen und fühlten sich oft gesellschaftlich isoliert.

Einige der damaligen Einrichtigen in Hövelhof, NRW werden heutzutage für die Unterbringung von Flüchtlingen aus aller Welt verwendet.

Die einstigen Bewohner der Unterkünfte, russlanddeutsche Aussiedler, stehen den Flüchtlingen oft feindselig gegenüber, obwohl sie sich selbst in einer sehr ähnlichen Situation befanden. Im Zwiespalt zwischen Mitgefühl und Abneigung möchten sie als Teil der „In-group“, als „richtige Deutsche“ wahrgenommen werden.

Der Artikel ist auf Englisch.

 

Amtul Naseer, 44, lives in a refugee shelter in Hoevelhof. She shares her room with a Chinese lady, and has been fighting for the relocation of her son, whose accommodation is 250km away. Courtesy: Katharina Tjart.
Amtul Naseer, 44, lebt in einer Flüchtlingsunterkunft in Hövelhof, NRW.  

 

 

Russo-German repatriates migrated with families and could demand organized family reunions. The community largely acknowledges those family-friendly policies as privileged compared to modern refugees. Courtesy: Katharina Tjart.
Vor etwa 25 Jahren, als viele Russlanddeutsche aus der Sowjetunion nach Deutschland kamen, fanden sie sich in ähnlichen oder identischen Umständen wieder, wie Flüchtlinge heutzutage. Mittlerweile sind die meisten Russlanddeutschen gesellschaftlich sehr gut integriert und suchen nach Wegen, sich als Teil der „In-group“ zu behaupten.